Olga Gorodkova

„Nur durch die Bejahung Deiner Fähigkeiten, also die eigene Anerkennung, kannst Du wachsen.“

Olga Gorodkova wächst in Moskau auf. Schon früh beginnt sie zu singen und findet Gefallen daran. Ihr Weg führt sie durch die Kindermusikschule mit Geigenunterricht bis hin zum Eurythmiestudium. Durch die Begegnung mit Holger Lampson, der eine Epoche an ihrer Akademie hält, versteht sie sofort, dass das Singen ihr Lebensweg ist. Er sieht in der damals 18jährigen eine sehr begabte Sängerin und lädt sie zum Musikseminar nach Hamburg ein. So führt es sie nach Deutschland.

2003 schließt sie ihr Gesangs- und Pädagogikstudium ab und kehrt nach Moskau zurück, wo sie das Gelernte im Theater und an verschiedenen Ausbildungsstätten umsetzt und mit über 30 Schülern arbeitet. Als Sängerin entwickelt sie sich in Konzerten, Opernprojekten und Tourneen weiter.

„Da ich so viel umhergereist bin, war es gleich, wo ich wohnte.“ 2011 heiratet sie ihren früheren Lehrer Holger Lampson, schließt ihre pädagogische Arbeit in Moskau ab und zieht 2013 nach Hamburg zurück, um sich als Künstlerin weiterzuentwickeln.

Für Olga Gorodkova ist die individuelle Auseinandersetzung jedes Studenten mit seinem wahren Wesen der essentielle Kern des Studiums. „Wir sind Wegbegleiter für jeden Studenten, der seinen eigenen Weg und sein wahres Wesen finden will.“

Seit 2015 unterrichtet sie an der Akademie und ist – gemeinsam mit Friedwart Krüger – in der Geschäftsführung tätig.

„Hier zu arbeiten erfüllt mich mit wesentlicher Lebensfreude. Das, was ich bei Holger gelernt habe kann ich nun weitergeben. Und ich habe Ehrfurcht vor der Musik und allen, die ihr dienen.“

 

Friedwart Krüger

„Angefangen habe ich damit, die Hülle – damals war das Haus in der Max-Brauer-Allee schon recht marode – wieder zu restaurieren und zu modernisieren, um Holgers Vision zuzuarbeiten, Künstlern einen Raum zu schaffen, in dem sie ihrer inneren Bestimmung folgen und sich entfalten können, ein Stück weit real werden zu lassen.“

Friedwart Krüger entwickelt in den 70ern ein Geschäftsmodell für alternative Arbeitsmärkte, studiert Eurythmie und Klassenlehrer und arbeitet als Sozialpädagoge auf Höfen und in Heimen und ist im Baugewerbe tätig. Als Lehrer ist er viel auf Bühnen tätig und inszeniert Theaterstücke und Opern.

„Während unserer Studienzeit hat Holger an mir alles ausprobiert, was er später mit seinen Schülern erarbeitet hat.“ Bereits im Studium als Schüler und enger Freund von Holger Lampson gibt es trotz der unterschiedlichen Biographien im weiteren Verlauf immer wieder gemeinsame Wege. 2009 beginnt er in der ASAI mit der Arbeit an der Modernisierung des Hauses, als Beleuchter, dem Ausbau der Bühnentechnik, und hilft zunehmend in der Administration des Hauses.

Nach dem Tod von Holger Lampson übernimmt er die Geschäftsführung, zu der später Olga Gorodkova hinzu kommt, und arbeitet daran, die ASAI weiterhin zu „einem künstlerischen Freiraum“ zu gestalten.

 

Yuriy Pidgorny

„Jeder Mensch benötigt Motivation und Interesse, um im Leben voranzukommen. Durch striktes Auswendiglernen oder Runtersingen von Arien, entsteht vielleicht eine schöne Hülle, aber der Kern verkümmert, weil er keinen Dünger mehr bekommt.“

Yuriy Pidgorny zieht 1998 von seinem Heimatort Krim nach Hamburg, um sein BWL-Studium fortzusetzen.
Er arbeitet nebenbei im Hotelbereich und absolviert 2013 ein Praktikum in der Verwaltung der ASAI und im Bereich der Vermietungen (MBA24 Eventlocation).

Nach dem Tod von Holger Lampson übernimmt er einen Großteil der Verwaltungstätigkeiten, verhilft der Akademie eine wirtschaftliche Struktur zu halten und erarbeitet Schritt für Schritt ein finanzielles Fundament.

Als Assistent der Geschäftsführung und Mitarbeiter der ASAI gefällt ihm vor allem die Vielfalt und die Freiheit, selbstorganisiert und selbstbestimmt den Alltag zu gestalten.

Sein stetiger Antrieb ist die Vision, Alternativen zu staatlichen Ausbildungen anzubieten, in denen der Student im Mittelpunkt steht und selbstverwalterisch tätig sein kann ohne strikte Vorgaben zu bekommen. Der Student soll in kleinen Gruppen intensiv lernen und dabei die nötige Unterstützung von Profis auf persönlicher sowie praktischer Ebene erhalten.

„Dabei steht die individuelle Potentialentfaltung, die letztlich jeder Mensch braucht, im Vordergrund. Und hier ist das möglich! Außerdem haben wir keine Altersbegrenzung, denn Einschränkungen gibt es schon zur Genüge. Mit Begrenzungen kann kein Ausdruck, keine Lebendigkeit entstehen.“