• Beginn:
  • Veranstaltungsort: Alfred Schnittke Akademie
  • Event: Nathan Quartett+,
Ausverkauft

22.02.2022, 20:00 Uhr
Eintritt: 25,-€ / ermässigt 15,-€
Alfred Schnittke Akademie International, Max-Brauer-Allee 24, 22765 Hamburg


Nathan Quartett                                                                      

Dana Anka
Maja Hunziker
Roswitha Killian
Josua Petersen
und Linda Joan Berg (Sopran)

Das Nathan Quartett wurde in Hamburg gegründet und ist im Musikleben der Hansestadt fest verankert. Seit 2005 organisiert das Nathan Quartett seine eigene Konzertreihe in der Hamburger Laeiszhalle. Ein Schwerpunkt der Quartettarbeit ist die Aufführung moderner und zeitgenössischer Kompositionen, die sorgfältig ausgewählt werden nach den Gesichtspunkten des musikalischen Gehalts und der Form.

 Linda Joan Berg lebt in Hamburg, wo sie ab 2009 an der staatlichen Hochschule für Musik und Theater bei Prof. Jörn Dopfer Gesang studierte. Nach der Bachelor-Graduierung 2013, erwarb sie 2015 den Master of Music mit Bestnote und ergänzte 2017 ihre Ausbildung mit einem Master in Liedgestaltung bei Prof. Burkhard Kehring an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Sie ist Alumna der Claussen-Simon-Stiftung und seit 2019 Teil des Mentoring-Programms Frauen in Kultur und Medien des Deutschen Kulturrates.

Programm

Gabriel Fauré (1845-1924)
Streichquartett (1923)

René Mense (*1969)
„Maintenant le silence…“
für Streichquartett und Sopran (2021)
– Uraufführung –

„Maintenant le silence…“, das dritte Streichquartett des Hamburger Komponisten René Mense, entstand während des zweiten Pandemie-bedingten lockdowns um die Jahreswende 2020/21.

Die im Quartett verwendeten Texte entstammen drei frühen Bühnenwerken des belgischen Dramatikers Maurice Maeterlinck (1862-1949). Auch der Titel „Maintenant le silence…“ ist eine Zeile aus diesem Textmaterial, hat aber nur vordergründig mit der besonderen Situation während des lockdowns zu tun, denn die von Maeterlinck in seinen frühen Stücken vielfach variierten Themen betreffen ganz allgemein die seelische Verfasstheit des Menschen in einer rapide materialistisch werdenden Gesellschaft. Sehr knapp gesagt stehen Sinnsuche, Einsamkeit und Orientierungslosigkeit im Vordergrund der gewählten Passagen. Diese werden von der Sängerin gesungen, halbgesprochen (in der Art des Sprechgesanges in Arnold Schönbergs „Pierrot Lunaire“) und wie im Theater gesprochen.

Der Uraufführung im Programm vorangestellt ist das letzte Werk Gabriel Faurés, sein einziges Streichquarett von 1923, mit dessen Tonsprache diejenige Menses über den musiksprachlichen Bruch eines Jahrhunderts hinweg vorsichtig kommuniziert.

Gefördert von der